Hohe Auszeichnung für Kreisbrandmeister Alois Schindler

9. November 2021
Presse Verein Atzmannsberg Köglitz Region
Kreisbrandmeister Alois Schindler aus Köglitz ist mit dem Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen geehrt worden. Besonders drei Einsätze wurden bei der Verleihung erwähnt.

Als einer von sieben Feuerwehraktiven aus der Oberpfalz hat Kreisbrandmeister Alois Schindler aus Köglitz am Montag das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen erhalten. Im Auftrag des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann überreichte Regierungspräsident Axel Bartelt die Ehrenzeichen in einer Feierstunde im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz in Regensburg.

Schindler trat am 1. Januar 1980 in die Feuerwehr Atzmannsberg-Köglitz ein. Im Dezember 1983 wurde er zum stellvertretenden Kommandant und neun Jahre später zum Kommandanten seiner Heimatfeuerwehr gewählt. Am 1. April 1997 wurde er zum Kreisbrandmeister im Inspektionsbereich West bestellt. Seitdem ist er als örtlich zuständiger Kreisbrandmeister für neun Feuerwehren zuständig.

Löschen bei -20 Grad Celsius

Der Geehrte hat sich laut Bartelt bei allen Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen "durch seine vorbildliche und umsichtige Handlungsweise als Einsatz- und Abschnittsleiter ausgezeichnet". Während des Katastrophenfalls von März bis Juni 2020 war Schindler zudem in der örtlichen Einsatzleitung des Landkreises Tirschenreuth tätig.

Auf drei Ereignisse verwies der Regierungspräsident explizit, bei denen sich der Kreisbrandmeister als Abschnitts- und Einsatzleiter und durch Unterstützung der örtlichen Kommandanten große Verdienste erworben habe. So erinnerte der Redner an die großen Scheunenbrände in Fuhrmannsreuth am 7. Mai 2015 und Köglitz am 23. April 2016. Außerdem rief Bartel den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Eisersdorf am 6. Januar 2017 in Erinnerung. Bei Temperaturen von bis zu -20 Grad Celsius hätten sich die Löscharbeiten als sehr schwierig gestaltet. "Trotz der Umstände der Wetterlage und der recht engen Bebauung konnte durch umsichtiges Handeln von Schindler eine Brandausbreitung verhindert werden." Durch diszipliniertes Verhalten und energische Entschlossenheit habe der Kreisbrandmeister an den drei beispielhaft genannten Einsatzstellen eine Ausweitung der Schäden verhindern können.

Zusammenhalt in Krisenzeiten

In seiner Rede bedauerte Bartelt laut Mitteilung, dass die Bedeutung der Feuerwehren häufig erst dann deutlich werde, wenn die Medien über einen Großeinsatz berichten, wie zum Beispiel bei der Hochwasserkatastrophe im Juli dieses Jahres in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Etwa drei Wochen lang hätten damals zahlreiche Feuerwehrleute aus der Oberpfalz ihre Kameraden im Ahrtal bei der Bewältigung der Katastrophe unterstützt, betonte Bartelt. Dies zeige einmal mehr „die beachtliche Solidarität und den großen Zusammenhalt unter den Feuerwehren, besonders in Krisenzeiten“.

Der Regierungspräsident sagte weiter, „die über 44 000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in der Oberpfalz setzen mit ihrem vorbildlichen Engagement ein wichtiges und beispielhaftes Zeichen für unser Gemeinwesen“ und dankte stellvertretend den sieben ausgezeichneten Kräften für ihr großes Engagement.

HINTERGRUND:

Das Steckkreuz

  • Bayernweit werden alle zwei Jahre etwa 60 Personen mit dem Steckkreuz ausgezeichnet.
  • Das Steckkreuz wird für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden oder sonstigen Notständen vom Bayerischen Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, alle zwei Jahre verliehen.
  • Es wird zusammen mit einer Anstecknadel, einer Bandschnalle und einer Verleihungsurkunde überreicht.

Quelle: Hohe Auszeichnung für Kreisbrandmeister Alois Schindler | Onetz Martin Maier

Bildquelle: Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen an sieben verdiente Oberpfälzer verliehen - Regierung der Oberpfalz (bayern.de)